Geschichte
Auf See wurden bis ins frühe 20. Jahrhundert fast ausschließlich solche Personen bestattet, die als
Angehörige einer Schiffsbesatzung auf hoher See starben und eine Beisetzung des Leichnams an Land
nicht möglich war oder ein Transport bis zum nächsten Hafen nicht praktikabel erschien. Auch Seuchenschutzgründe
spielten dabei eine Rolle. Historische Beispiele sind etwa die Seebestattungen von Sir Francis Drake und James Cook.
Nach Seeschlachten übergab man die Toten häufig dem Meer, und auch auf See gefundene Leichen von Opfern
von Schiffsunglücken wurden so bestattet. In Einzelfällen wurden - und werden nach wie vor - auch die
Särge von an Land verstorbenen Seeleuten dem Meer übergeben, was besonders für Angehörige der Marine als
eine ehrenvolle Form der Bestattung gilt und mit entsprechendem militärischen Zeremoniell durchgeführt wird.